Eine Übersicht von der Feuerwehr Wachenheim Im allgemeinen glaubt man eine Feuerwehr alarmiert man über eine Sirene und dann kommen die „Jungs“ und spritzen das Feuer aus.

Dem ist bei weitem nicht so !!

Im folgenden Bericht erfahren sie mal was die „Jungs und Mädels“ von so einer Feuerwehr überhaupt machen.


Insgesamt 69 mal musste die Wachenheimer Wehr 2008 zu Einsätzen ausrücken. Nicht ein einziges Mal hat dabei die Sirene geheult. Alles, oder zumindest das meiste, läuft im stillen ab. Dies erfolgt über sogenannte Piepser. Ein kleiner Funkempfänger der von der Polizei oder von der Leitstelle Ludwigshafen angesteuert wird. Diesen Piepser hat jeder Aktive Feuerwehrmann stets bei sich, Tag und Nacht, Sonntags und Werktags bei der Arbeit, auch an Geburtstagen oder Familienfesten. Immer muss der Aktive damit rechnen gerufen zu werden.

Wenn ein Alarm einläuft erfährt man im Regelfall direkt über eine Durchsage um was es sich handelt. Die Wehrmänner und Frauen fahren dann möglichst flugs in das Gerätehaus um sich umzuziehen. Diese Schutzkleidung ist zwingend anzulegen um das eigene Leben bestmöglich zu schützen. Eine solche Schutzausrichtung wiegt ungefähr 10-15 Kg und es wird einem mächtig warm darin!

Dann werden die Autos besetzt, je nach Einsatzart gehen die Lkw`s in verschiedenen Reihenfolgen aus dem Gerätehaus. ZB. bei einem Brand zuerst das Tanklöschfahrzeug, oder bei Technischer Hilfe zuerst der Rüstwagen. Dass es nicht nur ums löschen geht zeigt mal die Einsatzstatistik 2008. Am meisten waren Technische Hilfeleistungen zu bewältigen (29), gefolgt von 21 Brandeinsätzen. Allerdings stehen auch 7 Fehlalarme und 8 Alarme von Brandmeldeanlagen zu Buche. Unter Gefahrstoffen stehen erfreulicherweise nur eine Ölspur. Auch werden bei größeren Veranstaltungen eine sogenannte Brandwache gestellt.

Die größte techn.Hilfe war eine eingeklemmte Person nach einem Verkehrsunfall. Mittels Rettungsschere und Spreizer können wir solche Personen aus einem Fahrzeug befreien.

Der größte Brand den es zu bekämpfen gab, lag in Bad Dürkheim. Dorthin waren die Wehrmänner und Frauen zur Unterstützung der Dürkheimer Kollegen gerufen worden um einen Wohnhausbrand auf der Nolzeruhe zu löschen. Solche Nachbarschaftshilfen sind gang und gäbe um die Umliegenden Feuerwehren tatkräftig zu unterstützen.

Insgesamt 7 mal war die Wachenheimer Wehr im Umfeld aktiv – ebenso kommen die Auswärtigen Kollegen bei Bedarf zu uns. Um diese Einsätze bewältigen zu können stellt uns die Verbandsgemeinde alles notwendige Technische Material zur Verfügung.

Sie schickt uns auf Lehrgänge und Schulungen damit wir wissen wie wir damit umzugehen haben. Des weiteren wird in ca. 30 Übungen jährlich geübt und geprobt bis bei jedem jeder Handgriff sitzt. Auch das Material muss ständig gewartet und auf dem neuesten Stand gehalten werden. So kommen bis zu 500 Std zusammen die jeder Feuerwehrmann oder Frau leistet.  Bis zu 500 Std wo auch die Familie zuhause wartet und hofft dass man wieder unbeschadet zurückkommt. Und das alles freiwillig und ohne Entgelt.  Was bleibt ist das Gute Gefühl etwas für unsere Mitmenschen getan und geholfen zu haben. Unser größtes Lob ist ein schlichtes Dankeschön von Personen dehnen wir geholfen haben.

Aber auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Man spielt zusammen Beachvolleyball oder mal bei einem Fußballturnier mit. Es werden Geburtstage oder auch mal eine Hochzeit zusammen gefeiert. Einmal im Jahr gehen wir auf große Fahrt und unternehmen einen Ausflug. Auch kommt gegen Weihnachten der Nikolaus zum Nachwuchs der Wehrleute. Wenn sie sich jetzt mal persönlich davon überzeugen wollen kommen sie doch einfach mal zu einer Übung von uns. Überzeugen sie sich selbst davon dass die „Jungs und Mädels“ nicht nur Feuer ausspritzen können.

Gez: Theo Baßler - Pressesprecher
 
Samstag, 19. Mai 2012

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